Ausbau Seestraße und Königsdamm
Stadtverwaltung informiert auf einer Einwohnerversammlung
zum Bauvorhaben "Südliche Sammelstraße 4. und 5. Bauabschnitt"


Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Umland fanden sich am vergangenen Dienstag im Ratssaal des Rathauses ein, um sich aus erster Hand über das geplante Bauvorhaben zur Vollendung der "Südlichen Sammelstraße" und dem damit einhergehenden Brückenschlag am östlichen Inseleingang informieren zu lassen. Zahlreiche Experten erläuterten eines der größten Bauprojekte in der Historie der Inselstadt, welches zum Jahresende begonnen werden soll, in vielen Details, Ansichten und fotodigitalen Visualisierungen.

Michael Mohns vom Planungsbüro Gosch, Schreyer & Partner präsentierte zu Beginn die Gesamtplanung für den Ausbau der "Südlichen Sammelstraße" - 4. und 5. Bauabschnitt - Anbindung an den Königsdamm, mit welcher der Luftreinhalteplan sowie die zweite Stufe des Ratzeburger Verkehrskonzeptes umgesetzt werden soll: die Fertigstellung der innerörtliche Ortskernumfahrung mit einhergehender Verkehrsberuhigung des zentralen Marktplatzes. Den Abschluss findet das Konzept mit der großen Ortsumfahrung und der damit einhergehenden Verlagerung der B208 aus dem Stadtgebiet.


Präsentation des Planungsbüros Gosch Schreyer & Partner

Im Anschluss erläuterte Kai Thiedeitz vom Ingenieurbüro KSK die geplante Brückenbauwerke, welche die Seestraße an den Königsdamm anbinden werden. "Es ist eine technisch sehr anspruchsvolle Aufgabe, die wir hier vor uns haben. Aufgrund des schlechten Baugrundes, werden wir die Brückenlager bis zu 20m tief auf Pfähle gründen müssen", beschrieb Thiedeitz die Besonderheiten des Brückenschlages.


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Architekt Claus-H. Petersen vom Büro Petersen, Pörksen, Partner übernahm nachfolgend die Aufgabe, den Blick der Anwesenden von den technischen Details auf die Gestaltung der Brückenbauwerke zu lenken. Mittels digitaler Fotovitalisierungen konnte den Anwesenden ein realistischer Eindruck vermittelt werden, wie sich der östliche Zugang zur Insel im Rahmen der Baumaßnahme entwickelt wird.



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"Die gesamte Baumaßnahme soll mit einem Baustellenmarketingprozess begleitet werden, das die Bürgerinnen und Bürgern aus Stadt und Umland einlädt, sich aktiv, informativ und kommunikativ an dem Geschehen auf, an, hinter und um die Baustelle herum zu beteiligen.", beschrieb Stadtmarketingkoordinatorin Katrin Rohde anschließend ein Vorhaben der Verwaltung, das gesamte Bauprojekt mit einer Marketingsstrategie zu begleiten. "Ratzeburg baut eine Brücke ... ein Jahrhundertprojekt, eine technische Herausforderung und ein spannende Geschichte mit vielen Facetten."

 


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Abschließend wurde der aktuelle Planungsstand zur Umleitungsregelung während der Baumaßnahme vorgestellt. Bauamtsleiter Lutz Jakubczak skizzierte hier zunächst die Komplexität der Interessenslage, die bei den Überlegungen der Verwaltung und dem Planungsbüro berücksichtigt werden müssen. "Wir haben eine große Gemengelage vieler Partikularinteressen. Einwohner, Autofahrer, Gewerbetreibende, öffentlicher Personennahverkehr, Fußgänger, Anlieger, Baufirmen, Polizei, Rettungsdienste, Touristen - alle haben ihre Anliegen und Bedürfnisse, denen die getroffene Umleitungsregelung möglichst gerecht werden muss.
Alle haben aber auch einen gemeinsamen Nenner, nach denen sich die Umleitungsregelung ausrichten kann - die Vermeidung von Stausituationen auf der Insel." Planer Michael Mohns führte hierzu die Details zur aktuell favorisierten Umleitungsregelung aus, die eine Führung des PKW-Verkehrs über die Schulstraße, Fischerstraße und Große Wallstraße, deren Einbahstraßenregelung umgedreht werden soll, vorsieht. "Über eine Ampelanlage soll dieser Verkehr im Kreuzungsbereich Große Wallstraße - Langenbrücker Straße bevorrechtigt in Richtung Osten zügig und möglichst staufrei über die Baustelle geleitet werden. Die gewählte Verkehrsführung verhindert zudem, dass Abbieger von der Langenbrücker Straße in die Große Wallstraße einfahren können, und dabei in den Stoßzeiten aufgrund von Wartezeiten beim Abbiegevorgang den nachfolgenden Verkehr bis in die Baustellenbereich zurückstauen", erläuterte Mohns das Umleitungskonzept, welches auch seitens der Kreisverkehrsaufsicht als sinnvollste Lösung angesehen wird.
'Die geplante Umleitungsregelung sei jedoch', so Lutz Jakubczak, 'noch nicht abschließend bearbeitet und ordnungsrechtlich angeordnet. Änderungsvorschläge, wie beispielsweise die Erreichbarkeit der Tiefgarage in der Großen Wallstraße in beide Fahrtrichtung zu ermöglichen und die Einbahnstraßenregelung erst hinter der dortigen Zufahrt zu beginnen, werden aufgenommen'


 

 
 
 

 

 
 
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