Außerplanmäßige halbseitige Straßensperrung der B 208  im Baustellenbereich Langenbrückerstraße
Alte Bausubstanz erschwert die Kanalbauarbeiten

Eine halbseitige Straßensperrung im Baustellenbereich Langenbrückerstraße/ Königsdamm muss außerplanmäßig ab 2. Mai 2012 für mindestens sechs Wochen eingerichtet  werden.


Grund ist unter anderem ein alter Schacht im Straßenkörper, der aufgrund seiner Lage und seiner Ausmaße vollständig abgebrochen werden muss, um Platz für die neuen Leitungen zu schaffen. Bei den derzeit laufenden Kanalbauarbeiten wurde durch der Baufirma EUROVIA festgestellt, dass dieses Bauwerk nicht wie auf den Plänen zu erwarten, ein standardisierter Betonschacht ist, sondern im Sockelbereich eine eckig gemauerte Form ausweist, die um einiges größer ist als der Schachtausgang erwarten lässt und dadurch weit in den Straßenquerschnitt hineinreicht. Bei der Bestandsaufnahme war dieser Zustand nicht erkennbar. Mutmaßlich stammt dieses Bauwerk aus den 60er Jahren und wurde mit seinen Abmessungen nicht in den Plänen entsprechend ausgewiesen.

Bauen im Bestand ist - anders als auf der „grünen Wiese" - mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Alte Bestandspläne bilden nur selten die tatsächliche Situation realistisch ab. Während heute alle Bauvorhaben in Geoinformationssystemen (GIS)sehr präsize erfasst und dokumentiert werden, gibt es aus früheren Jahren oft nur Zeichnungen, die den Planungsstand, aber nicht die tatsächliche Ausführung zeigen", sagte Ingenieur Peter Köpcke von den Ratzeburger Wirtschaftsbetrieben.

Da im Zuge des Brückenbaus an dieser Stelle auf einer Breite von nur rund zwei Meter eine neue Regenwasserleitung, eine Schmutzwasserleitung, eine große Abwasserdruckrohrleitung, die für den gesamten nördlichen Bereich der Vorstadt und  der Umlandgemeinden ausgelegt ist, sowie weitere Versorgungsleitungen der Telekom und der Stadtwerke geführt werden müssen, ist dort jeder Zentimeter Platz in Breite und Tiefe von entscheidender Bedeutung. Der gemauerte Schachtfuss ist hier im Wege und muss daher entfernt werden.

Die Baufirma rechnet damit, dass diese Arbeiten mit den notwendigen Schachtungen im Kreuzungsbereich Seestraße in erhebliche Tiefe mindestens sechs Wochen in Anspruch nehmen werden.

Bis einschließlich 1. Mai wird die Straßensperrung aber wiederum ausgesetzt, weil in der Zeit auch arbeitsfreie Tage liegen. Die Stadtverwaltung hat deswegen darauf gelegt, an dem verlängerten Wochenende Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.

  

Dass wir danach aber wieder längere Zeit eine Ampelregelung haben, tut mir leid und ich bitte alle Autofahrer, sich darauf einzustellen," bittet Bürgermeister Rainer Voß um Verständnis. 

 
 
 

 

 
 
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