Baufortschritte in allen Bereichen

Die Ausbauarbeiten an der „Südlichen Sammelstraße" kommen in allen Baubereichen zunehmend voran. In der Seestraße konnten bereits umfangreiche Kanalbaumaßnahmen durchgeführt werden, trotz einiger Überraschungen im Untergrund. So wurde bei der Entfernung der Altleitungen festgestellt, dass ein Teil der alten Entwässerungskanäle in einen stark bewährten Stahlbetonmantel eingepackt ist, der nur mit erheblichem Aufwand beseitigt werden kann. Zudem stieß man unvermutet auf eine große Anzahl von weiteren Entsorgungsleitungen, die in den alten Lageplänen nicht erfasst waren. „Dies sind typische Probleme vom Bauen im alten Bestand, die wir vor Ort in Absprache mit unserem Bauleiter und der bauausführenden Firma EUROVIA immer im Einzelfall lösen müssen",  sagte Guido Klossek vom städtischen Bauamt.

Der Kanalbau in der Seestraße wird derzeit mit dem Bau des Schmutz- und Regenkanals in Richtung Langenbrücker Straße fortgesetzt. Im Einmündungsbereich sind noch diverse Schachtbauwerke abzubrechen und mehrere Kanäle aus Richtung Marktplatz an die neuen Leitungen anzuschließen. Diese Arbeiten sollen Anfang Juli abgeschlossen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die halbseitige Straßensperrung im Baustellenbereich Langenbrücker Straße/ Königsdamm noch aufrechterhalten werden.

An der Kreuzung Fischerstraße/Schulstraße findet der zurzeit aufwendigste Kanalbau in einer Tiefe von mehr als 5 m unter Straßenniveau statt. Wegen der zahlreichen Versorgungsleitungen ist dort ein so genannter „Hamburger Verbau" eingebracht worden. Hier muss ein Schmutzwasserkanal aus der tiefliegenden Seestraße unter dem „Berg"  im Kreuzungsbereich hindurch geführt werden. In drei Wochen wird dieser Teil der Baustelle voraussichtlich fertig gestellt sein.

Auch der Einbau des Regenklärbeckens nimmt Konturen an, der Spundwandverbau ist fast fertig gestellt. Die notwendigen Ausschachtungen werden demnächst begonnen. Die Bodenauskofferung soll durch das archäologische Landesamt untersucht werden. 



Spektakulär sind die aktuell laufenden Arbeiten zum Einbau der Spundwände im Kreuzungsbereich der Seestraße, welche das Gebäude in der Langenbrücker Straße stützen und einen so genannten „Grundbruch" verhindern sollen. Bevor die vorgesehenen Stahlprofilbohlen in den Untergrund gepresst werden können, muss eine aufwendige Auflockerungsbohrung mögliche Hindernisse im Erdreich wie alte Leitungen oder Findlinge beseitigen. Auf engsten Raum kommt hier ein riesiger Pfahlbohrer zum Einsatz.

Die Vorbereitungen zum Neubau der Brückenbauwerke machen ebenfalls Fortschritte. In einigen aufwendigen Arbeitsschritten wurden in den vergangenen Wochen sämtliche Versorgungsleitungen vom alten Brückenbauwerk umgelegt, um das zukünftige Baufeld frei zu bekommen. Die Kunst in der Durchführung dieser Arbeiten lag dabei vor allem in der durchgehenden Aufrechterhaltung aller Versorgungen. Aus diesem Grund wurde das Verlegen der großen Abwasserdruckrohrleitung  in einer Nachtaktion vorgenommen.

Die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer wird in Kürze fertig gestellt, so dass dem Beginn der Brückenbauarbeiten bald nichts mehr im Wege steht. Nach den bisherigen Bauablaufplänen könnten diese Arbeiten Ende Juni beginnen, mit dem Abbruch der nördlichen Brückenhälfte.


 

 
 
 

 

 
 
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