Seestraßenbrücke wird wetterfest gemacht

Die erfahrenen Beobachter der Baustelle „Südliche Sammelstraße" haben den Zweck des großen Zeltes auf der Seestraßenbrücke sicherlich gleich richtig einordnen können. Wie vor einem Jahr handelt es sich hier nicht um ein „Festzelt" für die Einweihung des neuen Brückenbauwerkes, sondern um einen wichtigen Wetterschutz.

Ein Blick ins Innere verrät, dass dort die Betonoberfläche fachgerecht präpariert wird, um vor allem das Eindringen von Wasser in den kommenden Jahrzehnten weitgehend auszuschließen. Nässe setzt Beton in vielerlei Hinsicht zu.

Zum einen kann das stählerne Innenleben Schaden durch Korrosion nehmen und sich dabei vom Beton lösen. Zum anderen können sich durch osmotische Vorgänge Chloride im Beton ausbreiten und diesen in der Substanz schwächen. Um solche Schadensbilder auch auf Dauer zu verhindern, muss die Betonoberfläche vor dem Aufbringen des Straßenbelages mit Spezialmitteln imprägniert werden. Dieser Arbeitsschritt kann nur in völliger Trockenheit, also unter dem Zeltdach erfolgen. Bereits in einigen Tagen, wenn die Oberflächenbehandlung abgeschlossen ist, wird das Zelt wieder abgebaut und die weiteren Arbeiten am Brückenbauwerk können fortgesetzt werden.

 

 
 
 

 

 
 
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