Ortsumgehung

Seit langer Zeit wird die Realisierung einer Umgehungsstraße für die durch Ratzeburg führende Bundesstraße 208 gefordert, beraten, werden Varianten vorgeschlagen und wieder verworfen, werden Beschlüsse gefasst. Bedingt durch die besondere naturräumliche Lage Ratzeburgs und insbesondere seines Stadtzentrums inmitten von großen Seen, stellt sich diese Aufgabe als keine einfache dar.

Seit 2004 ist die Maßnahme im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen im vordringlichen Bedarf mit besonderem naturschutzfachlichen Planungsauftrag eingestuft.

Nach verschiedensten Trassenvorschlägen hat sich die gesamte Region, die betroffenen Gemeinden Ziethen, Schmilau und Fredeburg sowie die Städte Mölln und Ratzeburg auf eine Variante geeinigt und diese im Jahre 2007 durch entsprechende Beschlüsse in ihren Vertretungskörperschaften bekräftigt. Diese Vorzugsvariante verläuft von Osten kommend südlich Ziethen, südöstlich um Ratzeburg, weiter auf der Trasse der Landesstraße 202 in Richtung Schmilau, östlich und südlich um Schmilau herum, weiter auf der L 202, um dann kurz vor Mölln nach Westen auf die Bundesstraße 207 geführt zu werden (Anschluss „Mölln-Nord“).

Für das „Verkehrskonzept Inselstadt“ stellt die Ortsumgehung die dritte Realisierungsstufe dar und setzt den Schlusspunkt in der Reihe der baulich möglichen Entlastungen des Stadtzentrums.

Nach derzeitigem Planungsstand wird seitens des für dieses Bauvorhaben des Bundes zuständigen Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein mit der Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens im Jahre 2012 gerechnet. Mit der Fertigstellung der Ortsumgehung würde die B 208 aus Ratzeburg heraus verlegt und die jetzige Bundesstraße in die alleinige Baulast der Stadt Ratzeburg übergehen, was auch Möglichkeiten eigener Verkehrslenkungsmaßnahmen eröffnet.

 
 
 

 

 
 
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